Biblioblog der Hochschule Hannover

30. März 2012
von Christian Hauschke
2 Kommentare

Open Access publizieren – eine Frage der Qualität?

Immer mehr Wissenschaftler aller Disziplinen haben inzwischen die Vorteile des Publizierens in Open Access Journals erkannt. Dennoch tritt häufig Unsicherheit in Bezug auf die Qualität dieser Journals auf. In aller Regel kommen nur wenige inhaltlich geeignete Zeitschriften für ein Thema in Frage. Einen Hinweis können hier die Kollegen der Fachdisziplin geben oder es hilft der Blick in das »Directory of Open Access Journals« (DOAJ), um eine Übersicht zu gewinnen. Bei Fraunhofer gibt es zusätzlich die Top-10-Liste der Publikationen für das eigene Institut und die kompetente Hilfe des zuständigen Fachinformationsmanagers vor Ort. Aber wie kann eine unbekannte Zeitschrift hinsichtlich ihrer Qualität beurteilt werden? Hierzu gibt es kein Patentrezept, aber einige Kriterien.

Die Qualität von Open Access Journals bestimmen

Einen Anhaltspunkt gibt der Journal Impact Factor (JIF). Dieser misst, wie oft die Artikel einer Zeitschrift in Relation zur Gesamtzahl der dort veröffentlichten Artikel zitiert werden. Je höher der Impact Factor, um so angesehener ist die Zeitschrift. In einigen Fachdisziplinen gibt es bereits Open Access Zeitschriften mit Impact Factor, etwa das »New Journal of Physics« (3.849) oder »Optics Express« (3.278). In kleinen Fachbereichen und bei neuen Journals steht dieses Kriterium noch nicht zur Verfügung, da sich der Impact Factor auf eine Zeitspanne von drei Jahren bezieht. Relevant ist vor allem, ob ein Qualitätssicherungsverfahren eingerichtet ist. Im Peer Review beurteilen Fachkollegen den Artikel auf Wissenschaftlichkeit, Neuheit, Stimmigkeit und Nachvollziehbarkeit.

Die Zeitschrift sollte über dieses Verfahren informieren und auch über die Besetzung ihres Editorial Boards Auskunft geben. Die Mitgliedschaft in der »Open Access Scholarly Publishers Association« (OASPA) garantiert darüber hinaus die Selbstverpflichtung auf Transparenz und eine faire Verlagspraxis im Sinne des Open Access Gedankens. Auch das Gesamterscheinungsbild (z. B. hochwertiger Satz und anspruchsvolle Gestaltung), oder die Forderung eines Nachweises (Fuß- oder Endnoten), das Vorhandensein von Abstracts und Keywords, geben Hinweise auf die Qualität des Journals. Letzten Endes hängt die Entscheidung des Autors für eine Zeitschrift von vielen Faktoren ab und kann nur individuell getroffen werden. Einen klaren Vorteil haben Open Access Zeitschriften dadurch, dass sie systematisch ausgewertet und bis auf die Texteebene hin erfasst werden und so bei Google oder in Spezialdatenbanken schneller gefunden und häufiger gelesen werden. Die Chance auf höhere Zitationsraten steigt somit.

Links zum Thema:

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Open Access Newsletter 1/2012 der Fraunhofer-Gesellschaft (PDF, Creative Commons: BY-NC). Dort finden Sie auch einen Vorschlag für einen Kriterienkatalog zur Auswahl eines Open-Access-Journals.

27. März 2012
von Horst Ferber
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1750 Zeitungen aus 92 Ländern in 48 Sprachen

Über die Datenbank „Library Press Display haben Sie im Campusnetz Zugang zu den tagesaktuellen Ausgaben von rund 1750 internationalen Zeitungen und Magazinen aus 92 Ländern in 48 Sprachen. Das Spektrum reicht von der finnischen Zeitung „Aamulehti“ über „Le Figaro“,  „The Guardian“,  „Izvestia“,  „Wall Street Journal Europe“, „Washington Post“ bis hin zum „Zimbabwean“.

Die Darstellung der Artikel erfolgt im Originalformat. Direktes Bloggen und RSS Feeds Alerts sind möglich. Ferner können die Artikel einzelner Tageszeitungen auch via Windows Media Player gehört werden (Newspaper Radio).

Der Archivzugang umfasst die letzten 60 Tage.

Auf der Webseite von „Library Press Display“ können Sie nach Ländern und Titeln suchen, außerdem sind alle Zeitungen auch in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek enthalten.

22. März 2012
von Horst Ferber
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Forschungsdatenbank zu Agrarinformationen frei zugänglich

Im Datenbank-Informationssystem (DBIS) der Hochschule Hannover wird im Fachgebiet Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie eine neue Datenbank nachgewiesen: Das „Forschungssystem Agrar / Ernährung“ gibt einen Überblick über öffentlich finanzierte Forschung in den Agrar- und Ernährungswissenschaften. Grundlage des Portals sind Forschungsprojekte und Forschungseinrichtungen. Detailinformationen wie Fachgebiet, durchführende Institution, Förderprogramm, Verbundprojekt, Fördersumme usw. erlauben eine thematische oder institutionsbezogene Auswertung. Ziel des Portals ist es, die Transparenz und damit die Koordination der mit öffentlichem Geld geförderten Agrarforschung und Ernährungsforschung zu verbessern.

Weitere Informationen und den Link zur Datenbank gibt es im DBIS

9. März 2012
von Horst Ferber
2 Kommentare

Informationen zu Personen, Ländern, Sport, Pop, Film : Munzinger-Online ab sofort verfügbar

Campusweit haben Sie ab sofort Zugang zu Munzinger online – einer Datenbank mit fundierten Informationen zu Personen, Ländern, Filmen und Ereignissen.
Über die Computer im Hochschulnetz oder über VPN-Client auch von Zuhause haben Sie Zugriff auf

  • Personen (27.300 Biographien aus Politik, Wirtschaft und Kultur)
  • Sport (rund 10.000 Biographien von Sportlern)
  • Pop (über 1.700 Interpreten und Bands)
  • Länder (alle Länder der Erde)
  • Ereignisse und Gedenktage und
  • Filme (ca. 30.000 Kritiken aus dem „film-dienst“)

Weitere Informationen und den Link zur Datenbank finden Sie hier

8. März 2012
von Ann-Kathrin Christann
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Neuer Gruppenarbeitsraum im Standort Expo Plaza

In der Bibliothek im Kurt-Schwitters-Forum (Expo Plaza) steht nun ein Gruppenarbeitsraum für kleinere Gruppen (bis 10 Leute) zur Verfügung. Für die Benutzung gebucht werden kann der Raum an der Ausleihtheke. Wenn keine Buchungen vorliegen, kann er auch spontan genutzt werden, auch dafür bitte an der Ausleihtheke melden.